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Warum Warten oft vernünftig wirkt - und dennoch Klarheit verhindert

Geschrieben von Thomas Harneit | 06.02.2026

Warum Warten oft vernünftig wirkt – und dennoch Klarheit verhindert

 

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In vielen Lebenssituationen gilt Warten als Zeichen von Umsicht. Wer sich Zeit nimmt, Entscheidungen nicht überstürzt und verschiedene Perspektiven abwägt, handelt verantwortungsvoll. Diese Haltung ist gesellschaftlich anerkannt und in vielen Fällen sinnvoll.

Gleichzeitig zeigt sich, dass Entscheidungen häufig über längere Zeit vertagt werden, obwohl sich an der äußeren Situation kaum noch etwas verändert. Informationen liegen vor, Gespräche wurden geführt, Optionen durchdacht – und dennoch bleibt die Entscheidung offen.

Hier wird Warten nicht mehr zur Klärung genutzt, sondern zur Vermeidung. Nicht, weil Menschen unfähig wären zu entscheiden, sondern weil Entscheidungen immer auch Festlegungen sind. Sie beenden Möglichkeiten und schaffen Verbindlichkeit.

Klarheit entsteht in solchen Situationen nicht automatisch durch Zeit. Sie entsteht dort, wo innerlich Position bezogen wird. Solange diese innere Klärung ausbleibt, bleibt auch die Entscheidung unsicher – unabhängig davon, wie lange abgewartet wird.

In der zugehörigen Podcastfolge geht es um genau diese Unterscheidung: wann Warten hilfreich ist – und wann es Klarheit verhindert. Nicht mit dem Ziel, Entscheidungen zu beschleunigen, sondern um innere Zusammenhänge verständlich zu machen.

🎧  Hier kannst du die vollständige Folge 210 im Podcast "Starke Beziehungen" anhören:

Podcast „Starke Beziehungen“, Folge  2102

 

 
 
 

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